21.07.2008 / Inland / Seite 8

»Die meisten Flüchtlinge haben Depressionen«

Bewohner einer Sammelunterkunft fordern Schließung ihres Heims und menschenwürdige Unterbringung. Ein Gespräch mit Tawfik Lbebidy

Jana Frielinghaus
Tawfik Lbebidy (20) ist seit November 2002 einer der Bewohner der Sammelunterkunft für Flüchtlinge im thüringischen Gehlberg und engagiert sich in der Flüchtlingsorganisation The Voice und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Die Bewohner des Asylbewerberheims in Gehlberg in Thüringen wollen am 24. Juli eine Kundgebung vor dem Landratsamt abhalten. Was sollen sie dort fordern?

Sie wollen, daß das Lager geschlossen wird. Die Veranstaltung steht unter dem Motto »Abschaffung der Residenzpflicht – Bewegungsfreiheit und Abschiebestopp für alle – dezentrale Unterbringung und Arbeitsrecht erkämpfen!«

In Gehlberg leben insgesamt 38 Flüchtlinge, unter ihnen 23 Kinder. Was stört Sie an der Sammelunterkunft?

Das Schlimmste ist die Isolation. Das Lager liegt mitten im Wald, bis zum Bahnhof sind es 40 Minuten Fußweg. Wir wollen mit unserer Kundgebung deutlich machen: Isolation macht krank – die meisten Menschen in der Gemeinschaftsunterkunft ...

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