12.07.2008 / Thema / Seite 10

Gegen den Todfeind

»Hitler muß fallen, damit Deutschland lebe!« – Berührungspunkte und Kontakte zwischen dem vor 65 Jahren gegründeten Nationalkomitee »Freies Deutschland« und den Verschwörern des 20. Juli 1944

Peter Rau
Anders als mit dem alle Jahre wieder in die Erinnerung gerufenen Hitlerattentat vom 20. Juli 1944 werden gelernte Bundesbürger mit dem Datum 12./13. Juli 1943 kaum etwas anfangen können. An jenen beiden Sommertagen vor 65 Jahren wurde in Krasnogorsk bei Moskau das Nationalkomitee »Freies Deutschland« (NKFD) gegründet. Zwei Jahre nach dem faschistischen Überfall auf die Sowjet­union und ein halbes Jahr nach der in Stalingrad eingeleiteten strategischen Wende des Krieges zugunsten der Roten Armee hatten sich am Rande der sowjetischen Hauptstadt dazu rund 300 Menschen zusammengefunden. In der übergroßen Mehrzahl waren es Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere der deutschen Wehrmacht – Delegierte aus den verschiedensten Kriegsgefangenenlagern. Hinzu kamen Exilpolitiker und weitere Vertreter der deutschen Emigration, meist Kommunisten – darunter auch ehemalige Reichs- und Landtagsabgeordnete der KPD. Doch es war, wenn auch von ihr mit dem Segen der Hausherren ...

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