11.07.2008 / Inland / Seite 8

»Ich sehe Protest nicht als ordnungswidrig an«

Atomkraftgegnerin wegen Blockadeaktion zu Geldstrafe verurteilt. Klettererin will Zahlung verweigern. Ein Gespräch mit Cécile Lecomte

Gitta Düperthal
Cécile Lecomte ist Atomkraftgegnerin und verdeutlicht ihren Protest mit Kletteraktionen

Das Amtsgericht Hannover hat Sie am Mittwoch zu einem Bußgeld von 250 Euro verurteilt, weil Sie am 5. September 2007 Ihren Protest gegen den Atomstaat deutlich machten. Sie haben in Seilen über dem Schienenweg hängend einen Probetransport nach Gorleben gestoppt. Der Zug mußte deshalb in Lüneburg eine zweistündige Zwangspause einlegen. Was sagen Sie zu dem Urteil?

Wenn ich eine Aktion mache, weiß ich, daß das ein juristisches Nachspiel haben kann. Ich habe mich im sogenannten Regellichtraum im Gleisbereich aufgehalten. Der Fahrer hat mich gesehen, und gebremst. Der Castortransporter ist vier Meter hoch, und ich hing an Seilen drei Meter darüber, also sieben Meter über der Erde und ließ mich auf den Zug herab. Meistens geht es bei solchen Aktionen darum, den Zug zu stoppen, um so gegen die menschenverachtende Atomtechnologie zu protestieren. In diesem Fall war der Cast...

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