03.07.2008 / Titel / Seite 1

Gaspoker in Afghanistan

Rainer Rupp
Westliche Energiekonzerne wittern in Afghanistan Morgenluft. Noch in diesem Jahr soll mit den Vorbereitungen für die Pipeline TAPI (Turkmenistan–Afghanistan–Pakistan–Indien) begonnen werden. Das vom US-Ener­giekonzern Unocal entwickelte Projekt genießt die tatkräftige Unterstützung Washingtons – es war schon lange vor der im Oktober 2001 gestarteten Afghanistan-Invasion geplant. Neben dem Ziel, China vom Zugang zu den zentralasiatischen Energieressourcen auszuschließen, geht es den Amerikanern laut US-Wirtschaftsblatt ­Forbes vom Dienstag darum, mit Hilfe der TAPI-Pipeline »Rußlands Einfluß in der Region zu schwächen und Iran zu marginalisieren«.

Ein mit TAPI rivalisierendes Pipeline-Projekt droht allerdings, die US-Pläne zunichte zu machen. Es handelt sich dabei um das 7,5 Milliarden Dollar teure und 1700 Meilen lange Projekt IPP (Indien-Pakistan-Pipeline), durch das iranisches Gas nach Pakistan und Indien gepumpt werden soll. Trotz ständiger US-Versuche...

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