03.07.2008 / Abgeschrieben / Seite 8

Trotz widersprüchlicher Aussagen

Die »Prozeßbeobachtungsgruppe Rostock« erklärt zur Verurteilung eines Anti-G-8-Demonstranten:
Ein 25jähriger Belgier ist am Dienstag vom Amtsgericht Rostock wegen eines angeblichen Flaschenwurfes nach der Anti-G-8-Demonstration am 2.6.2007 in Rostock zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Bemerkenswert an diesem Urteil ist, daß der Vorsitzende Richter Langer trotz widersprüchlicher Aussagen zweier Berliner Polizeibeamter und trotz entgegenstehender Einlassung des Angeklagten den Grundsatz »Im Zweifel für den Angeklagten« völlig außer acht ließ und nur den belastenden Aussagen des einen Beamten glaubte.

Anfangs erklärte der Angeklagte in einer ruhigen, sachlichen und widerspruchsfreien Einlassung, er hätte sich nach der Demonstration am Rande einer 100 Personen starker Menschenmenge befunden, auf die sich eine zehnköpfige Gruppe Berliner Polizisten zubewegte. Er habe dann bemerkt, daß eine Flasche, die offensichtlich von hinten geworfen...

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