11.06.2008 / Thema / Seite 10

Politik des Aufruhrs

Konterrevolutionäre Bestrebungen in Simbabwe. Teil 1: Die Einflußnahme Englands und der EU nach Mugabes Enteignung weißer Großgrundbesitzer

Stephen Gowans
Seitdem Veteranen des Guerillakrieges, die gegen das Apartheidsystem Rhodesiens gekämpft hatten, im März 2000 gewaltsam die Farmen weißer Siedler besetzten, wurde Simbabwes Präsident Robert Mugabe von westlichen Politikern, Medien und Menschenrechtsorganisationen verteufelt. Rechtsgerichtete Quellen machen ihn für zahlreiche Verbrechen verantwortlich: Menschenrechtsverletzungen, Wahlmanipulation, Unterdrückung politischer Gegner, Korruption und wirtschaftliches Mißmanagement. Linke Kritiker behaupten, Mugabe bediene sich einer linken Rhetorik, handle aber rechts, und seine antiimperialistische Rhetorik sei reine Demagogie.

Hinter der Verteufelung Mugabes steckt der Wunsch der westlichen Mächte, die von Mugabes Regierung verfolgte Wirtschaftspolitik und das Programm der Landumverteilung zu beenden. Mugabes Abweichungen von demokratischer Rechtschaffenheit spielten für sich genommen für die Entscheidungsträger in Washington und London kaum je ein...

Artikel-Länge: 22956 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe