10.06.2008 / Ausland / Seite 7

Appell an die Guerilla

Spektakuläre Auftritte von Chávez und Correa: Die Präsidenten von Venezuela und Ecuador fordern die FARC zur Freilassung ihrer Gefangenen auf

Ingo Niebel
Kolumbien ist Südamerikas Krisenherd Nummer eins. Infolge des jahrzehntelangen Bürgerkriegs dort wäre es im März beinahe zum bewaffneten Konflikt mit Ecuador und Venezuela gekommen. Damals überfiel die kolumbianische Armee mit US-Hilfe ein Guerillacamp auf ecuadorianischem Gebiet. Vor diesem Hintergrund kam es nun am vergangenen Wochenende zu einer spektakulären Initiative der Nachbarländer Kolumbiens: Öffentlich wandten sich Ecuadors Präsident Rafael Correa und sein venezolanischer Amtskollege Hugo Chávez an die Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) gewandt, um sie zur bedingungslosen Freilassung aller Gefangenen aufzufordern.

In seiner sonntäglichen Fernsehsendung »Aló Presidente« wandte sich Chávez direkt an Alfonso Cano, den neuen Kommandanten der Guerilla: »Es ist die Stunde gekommen, daß die FARC alle freiläßt, die sie in den Bergen festhält. Das wäre eine große Geste, ohne etwas dafür zu erhalten.« Für Venezuelas Prä...

Artikel-Länge: 3097 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe