31.05.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fluch der Privatisierung

Steter Zugang zu sauberem Wasser ist für drei Viertel der Menschen in Daressalam ein Traum. Jetzt versuchen die Behörden in Tansania, alte Fehler zu korrigieren

Sarah McGregor, IPS
Fließendes Leitungswasser wäre für viele Menschen in Tansania der Himmel auf Erden. Landesweit sind nach UN-Angaben wenig mehr als 60 Prozent der Bevölkerung versorgt, in der Wirtschaftsmetropole Daressalam sind es keine Million der insgesamt vier Millionen Einwohner. Teuer kommt das vor allem die Armen zu stehen.
»Ich mache gute Geschäfte. Schließlich braucht jeder Wasser«, sagt der Wasserverkäufer Juma Membe, der täglich mit einem Handkarren voller Kanister mit dem lebensnotwendigen Naß durch die Armenviertel der Großstadt zieht. Um die 16 US-Cent nimmt er für 20 Liter Wasser, wesentlich mehr als der öffentliche Versorger DAWASCO. Der berechnet seinen Kunden für die gleiche Menge aus dem Hahn weniger als einen Cent. Wer keinen Wasseranschluß hat, lebt folglich deutlich kostspieliger als die Menschen in den reichen Vierteln von Daressalam. Bei einem Prokopfverbrauch von 20 Liter am Tag kommt ein Fünfpersonenhaushalt in einer der Elendsgegenden der ...

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