20.05.2008 / Ausland / Seite 8

»Unserer Initiative wurde Antisemitismus unterstellt«

Israelfreundliche Lobby wollte in Wien einen Informationsabend über das Leben in Gaza verhindern. Ein Gespräch mit Leo Gabriel

Werner Pirker
Leo Gabriel ist Vorsitzender des Wiener Instituts für interkulturelle Sozialforschung und Vorstandsmitglied des ­Weltsozialforums

Die Informationsveranstaltung der österreichischen Initiative »Gaza muß leben« konnte am Samstag doch noch durchgeführt werden – und zwar im Wiener Hotel »Regina«. Davor hatten sowohl das von der Evangelischen Diakonie betriebene Albert Schweitzer Haus als auch die Wiener Arbeiterkammer, eine Institution der österreichischen Sozialpartnerschaft, ihre Zusagen, einen Raum für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen, zurückgezogen. Was ist geschehen?

Bereits vor zwei Monaten hatten wir das Albert-Schweitzer-Haus gemietet. Der Vertrag war unter Dach und Fach und auch die Miete bereits zur Hälfte bezahlt. Vor zirka zehn Tagen teilte mir die Geschäftsführerin des Hauses mit, daß Bedenken gegen diese Veranstaltung bestünden. Sie fragte mich unter anderem, ob ich für das Existenzrecht Israels eintrete. Das wollte sie auch...

Artikel-Länge: 3452 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe