09.05.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Nicht einmal ein Frontenwechsel

Norbert Hansen, Chef der Eisenbahnergewerkschaft Transnet, soll in den Vorstand der Deutschen Bahn AG berufen werden

Rainer Balcerowiak
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert. Unter diesem Motto wird derzeit eine gewichtige Personalentscheidung bei der Deutschen Bahn AG vorbereitet. Am Donnerstag meldeten mehrere Medien, daß der Chef der Eisenbahnergewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, nun auch offiziell die Fronten wechselt und als Personalchef in den Vorstand des Unternehmens berufen werden soll. Unklar sei lediglich noch, ob Hansen diese Position, die bisher von Margret Suckale eingenommen wurde, in der Dachholding oder in der Verkehrssparte des Konzerns einnehmen wird, hieß es. Die Entscheidung soll auf einer zweitägigen Vorstandsklausur, die am gestrigen Donnerstag begann, gefällt werden. In der kommende Woche könnte dann der Aufsichtsrat, dem Hansen bereits als stellvertretender Vorsitzender angehört, die Berufung vollziehen.

Einen derartigen Karrieresprung hat sich der 55jährige Sozialdemokrat redlich verdient. Seit Jahren agiert er als wichtigster Ve...

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