09.05.2008 / Thema / Seite 10

Konflikt auf höherer Ebene

Gilt die Marxsche Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen heute noch? Der Widerspruch zwischen ökologischen Gefahren und generellen Menschheitsinteressen wird zum Hauptproblem

Herbert Meißner
Nach Karl Marx bestimmen die Produktivkräfte und die Produktionsverhältnisse in ihrer Einheit den Charakter der jeweiligen Produktionsweise. Im »Kommunistischen Manifest« heißt es: »Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen (...) die feudalen Eigentumsverhältnisse den schon entwickelten Produktivkräften nicht mehr. Sie hemmten die Produktion, statt sie zu fördern. (...) Sie mußten gesprengt werden, sie wurden gesprengt« (MEW 4, S. 467).

Somit entwickelte Marx aus der Einheit von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen ihren Widerspruch. Am eindrucksvollsten ist dies wohl formuliert im Vorwort von »Zur Kritik der politischen Ökonomie«: »Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen (...). Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben...

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