03.05.2008 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der Schwarze Kanal: Gehrckes Draufgabe

Werner Pirker
Die der »Zukunft Palästinas« gewidmete Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung erwies sich als Fortsetzung ihrer Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel. Nachdem Gregor Gysi die Alternativlosigkeit des zionistischen Projekts beschworen hatte, entwickelte der Linkspartei-Außenpolitiker Wolfgang Gehrcke die sich aus der zionistischen Vorherrschaft ergebenden »Zukunftsperspektiven« für Palästina.

Nach Gysi hat damit auch Gehrcke deutlich gemacht, daß die Linke-Führung die Anerkennung Israels an dessen Existenz als zionistischer Staat geknüpft sehen will. »Spätestens seit Auschwitz hätte die Linke verstehen müssen, daß der Zionismus mit seinem konkreten Ziel der territorialen Eigenständigkeit eine angemessene Antwort auf das fundamentale Bedürfnis des über Jahrhunderte verfolgten Volkes nach Sicherheit war.« Da läßt sich ein Gehrcke sogar dazu herab, den früheren sowjetischen Außenminister Andrej Gromyko zu zitieren, der in der UNO-Deb...

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