26.04.2008 / Titel / Seite 1

Keiner hilft Gaza

Rüdiger Göbel
Angesichts der anhaltenden israelischen Blockade wird das Leben für die rund 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen wird immer schwieriger. Zehntausende protestierten am Freitag an den nördlichen und südlichen Grenzen Gazas und forderten ein Ende der Abriegelung. Vergeblich warteten sie auf internationale Solidaritätsbekundungen. Tags zuvor hatte die UNO ihre Hilfeleistungen einstellen müssen. Es fehlte den Helfern schlicht das Benzin, um Waren zu verteilen. Entgegen israelischen Zusagen lieferten die Besatzer auch am Freitag keinen Treibstoff in den abgeriegelten Gazastreifen. Die UN-Fahrzeuge mußten in ihren Depots bleiben. 700000 Menschen warten auf Nahrungsmittelhilfe. Am Freitag warnten die Helfer der Vereinten Nationen vor einer weiteren Zuspitzung der Versorgungslage – und damit auch vor Konsequenzen für die Friedensbemühungen in der Region. UNRWA-Sprecher Chris Gunness: »Wenn die Menschen hungrig sind und wütend, dann dient das weder den Inte...

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