22.04.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Ein Zug rollt durchs Land

Über 25000 Besucher in der Hauptstadt und heute noch in Berlin-Grunewald: »Zug der Erinnerung« zum Gedenken an Deportation und Massenmord setzt seine Fahrt nach Auschwitz fort

Denis Ruh
Seit dem 8. November 2007 fährt ein Zug durch Deutschland. Es ist ein besonderer, ein außergewöhnlicher Zug. An den Seiten seiner drei Waggons wird in großen Lettern auf das Anliegen des Zuges hingewiesen: »Zug der Erinnerung« – Erinnerung und Gedenken an die weit über eine Million Kinder und Jugendlichen, die von den Nazis unter grauenvollen Umständen per Bahn in die Vernichtungslager deportiert wurden, allein aus Berlin sind 4646 solcher »Fälle« dokumentiert.

Seit dem 13. April machte der Zug auf insgesamt fünf Berliner Bahnhöfen – Ostbahnhof, Lichtenberg, Schöneweide, Westhafen und Grunewald – Station. Auf Geheiß des Vorstands der Deutschen Bahn AG durfte er nicht in den Berliner Hauptbahnhof einfahren. Umso gewaltiger waren Interesse und der Andrang der Berliner an allen Tagen. Die vorgesehene Öffnungszeiten bis 19 Uhr mußten mitunter um mehrere Stunden verlängert werden. Wenn der Zug heute abend die Bundeshauptstadt in Richtung Brandenburg...

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