22.04.2008 / Inland / Seite 4

Blutbesudelte Demokraten

Deutsch-brasilianisches Forum in Berlin: Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung lädt Verantwortlichen für Massaker an Landarbeitern ein

Harald Neuber
Geht es um Staaten wie Venezuela, Bolivien oder Kuba, präsentiert sich die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung gern als Hüterin der Demokratie. Daß sie es bei ihr nahestehenden Politikern aus Lateinamerika nicht so genau nimmt, beweist ein internationaler Kongreß, der am Donnerstag und Freitag in Berlin stattfinden wird. Auf dem IX. Deutsch-Brasilianischen Symposium werden sich Gäste aus beiden Staaten mit dem Thema »Innere Sicherheit und demokratische Gesellschaft« befassen. Eine sehr eigene Auffassung davon hat zumindest einer der Konferenzgäste: Paulo Sette Câmara ist für eines der größten Massaker an Landarbeitern in Brasilien verantwortlich. Am 17. April 1996 wurden dabei nahe der Stadt Eldorado dos Carajás im Bundesstaat Pará 19 Demonstranten von der Militärpolizei regelrecht hingerichtet. Sette Câmara war damals Minister für öffentliche Sicherheit dieses Staates. Als die brasilianische Tageszeitung Jornal do Brasil nach dem Verbrechen damals mit Sett...

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