18.04.2008 / Ausland / Seite 6

Die Lügen der Regierung

Britischer Geheimbericht deckt wahre Hintergründe des Zwischenfalls im Persischen Golf vom März 2007 auf

Knut Mellenthin
Die britische Regierung hat gelogen. Sie hat die Hintergründe des Seezwischenfalls im Persischen Golf vor einem Jahr immer wieder falsch dargestellt. Das steht nun auch offiziell fest, nachdem die Londoner Tageszeitung Times am Donnerstag Auszüge aus einem Geheimbericht veröffentlicht hat, der jetzt freigegeben wurde.
Am 22. März 2007 waren 15 britische Marinesoldaten, darunter eine Frau, von der iranischen Küstenwacht festgenommen worden. Sie wurden zwei Wochen später freigelassen. Bisher hat die britische Regierung öffentlich immer wieder behauptet, die Soldaten hätten sich die ganze Zeit absolut eindeutig in irakischen Gewässern befunden.
Der jetzt verbreitete Bericht des Chefs des Verteidigungsstabes trägt die Überschrift »Warum es zu dem Zwischenfall kam« und ist auf den 13. April 2007 datiert. Darin wird festgestellt: Die Gefangennahme der Soldaten erfolgte in einem Seegebiet, das schon seit dem 17. Jahrhundert umstritten ist und in dem niemals eine G...

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