15.04.2008 / Inland / Seite 8

»Grundlegende Umstellung des Schulsystems ist nötig«

In Bayern sollen die Lehrpläne für das achtstufige Gymnasium gekürzt werden. Die GEW kritisiert das. Ein Gespräch mit Angelika Neubäcker

Claudia Wangerin
Angelika Neubäcker ist Landesvorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern.

Elternverbände haben seit Einführung des achtstufigen Gymnasiums mehrfach die Überlastung der Schüler beklagt und begrüßen nun den Kabinettsbeschluß, die entsprechenden Lehrpläne zu kürzen. Was halten Sie davon?

Ob die Schüler dadurch tatsächlich entlastet werden, steht in den Sternen. Der Stoff bleibt ja gleichermaßen komprimiert, wenn man sowohl Stunden als auch Inhalte reduziert. Der Druck am Gymnasium wird dadurch wahrscheinlich nicht geringer werden. Wir können jedenfalls kein Konzept hinter den geplanten Kürzungen des Lehrplans erkennen. Es war nur die Rede davon, den Lehrplan um ein Neuntel zu kürzen. Aber wir fragen uns ernsthaft, wie das gemessen werden soll. Wird jedes neunte Thema, jedes neunte Lernziel oder jede neunte Seite im Lehrbuch gestrichen? Solche linearen Kürzungen beweisen, welche Konzeptlosigkeit dahinter steckt. Es wird su...

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