12.04.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wir wollen keinen islamischen Staat«

Gespräch mit Dr. Ali Fayyad. Über die prekäre Lage im Libanon, amerikanisch-zionistische Kriegsgelüste, die Unterstützung der Widerstandskräfte im Irak und den Allmächtigen und Erhabenen

Werner Pirker
Dr. Ali Fayyad ist Mitglied des Politischen Büros der Hisbollah

Droht die gegenwärtige Situation im Libanon zum Bürgerkrieg zu eskalieren?

Das glaube ich nicht. Die Situation wird weiterhin äußerst angespannt bleiben, aber sich nicht in einen Bürgerkrieg entladen. Vor allem deshalb, weil die Hisbollah und ihre Alliierten einer solchen Zuspitzung entgegenwirken. Wir sind die stärkeren. Wenn die anderen den Bürgerkrieg wollen, werden sie verlieren. Das ergibt sich aus der sozialen und politischen Lage im Land. Es wird keine schnelle Lösung geben. Der Grund dafür liegt im Verhalten der USA, die ihren Verbündeten nicht erlauben, auch nur den geringsten Kompromiß einzugehen. Wir haben eine Menge von Vorschlägen, die auf der Logik »Keine Sieger, keine Verlierer« beruhten, gemacht. Wir wollten das Parlament neu wählen lassen. Die Amerikaner und die von ihnen abhängigen libanesischen Kräfte wissen aber, daß bei Neuwahlen die Opposition gewinnen und die...

Artikel-Länge: 10011 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe