07.04.2008 / Inland / Seite 5

V-Mann bei »Sturm 34«

Chemnitzer Polizeispitzel könnte Prozeß gegen Neonazigruppierung zum Platzen bringen. Hinweise auf Verflechtungen zwischen militanten Faschisten und NPD

Markus Bernhardt
Die umstrittene Praxis von Polizei und Geheimdiensten, mittels verdeckten Ermittlern Erkenntnisse über die Machenschaften neofaschistischer Gruppen zu erlangen, könnte in Sachsen dazu führen, daß ein Verfahren gegen ehemalige Mitglieder der militanten neofaschistischen Gruppierung »Sturm 34« platzt.

Am kommenden Donnerstag beginnt ein Strafprozeß gegen insgesamt fünf frühere Aktivisten des »Sturm 34«, unter denen sich auch der enttarnte V-Mann Matthias R. befindet. Vorgeworfen wird den Rechtsextremen die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Volksverhetzung, Landfriedensbruch und Körperverletzung.

Wie bereits in der letzten Woche bekannt wurde, soll Matthias R. im Dienste des Staatschutzes der Chemnitzer Polizei gestanden und diesen mit Insiderinformationen über die Aktivitäten der bereits im Frühjahr 2007 vom sächsischen Innenministerium verbotenen Neonazigruppe versorgt haben. Das Verbot war seinerzeit damit begründet worden, daß...

Artikel-Länge: 3660 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe