04.04.2008 / Abgeschrieben / Seite 8

Bereitschaft zum atomaren Erstschlag

Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) erklärte am Mittwoch zum NATO-Gipfel in Bukarest:

Mit großer Sorge verfolgt die IPPNW die Beratungen des NATO-Gipfels vom 2.–4. April in Bukarest. Das im Vorfeld bekanntgewordene Strategiepapier »Towards a Grand Strategy for an Uncertain World« propagiert die Bereitschaft zum atomaren Erstschlag und zu militärischen Interventionen ohne völkerrechtliche Legitimation durch den Weltsicherheitsrat. Die Autoren aus höchsten NATO-Kreisen fordern u. a. eine »Eskalationsdominanz« zur Sicherung der westlichen Kultur und Lebensweise. Diese Denkweise ist nach Auffassung der IPPNW in keiner Weise geeignet, ein friedliches und zivilisiertes Zusammenleben zu fördern, sondern entspringt einer unverantwortlichen Hybris und fehlgeleiteten Allmachtsphantasien des politisch-militärisch-industriellen NATO-Komplexes.

Matthias Jochheim, Vorstandsmitglied der IPPNW: »Die westliche Kultur kann nicht durch Besetzung fremder Länder, durch Bombardierung der Bevölkerung und Einrichtung von Folterlagern wie in Irak und Afghanistan ›verteidigt‹ werden. Nur der Ausbau demokratischer Rechte und sozialer Gerechtigkeit hier bei uns sowie die friedliche Zusammenarbeit und solidarische Unterstützung gegenüber den Menschen im globalen Süden garantieren das friedliche Miteinander der Kulturen. Wir lehnen die von der NATO gewaltsam verteidigte ungerechte Wirtschaftsordnung ab, in der 20 Prozent der Menschheit in den reichen Ländern 80 Prozent der Rohstoffressourcen verbrauchen (...)«.
Mit großer Sorge verfolgt die IPPNW die Beratungen des NATO-Gipfels vom 2.–4. April in Bukarest. Das im Vorfeld bekanntgewordene Strategiepapier »Towards a Grand Strategy for an Uncertain World« propagiert die Bereitschaft zum atomaren Erstschlag und zu militärischen Interventionen ohne völkerrechtliche Legitimation durch den Weltsicherheitsrat. Die Autoren aus höchsten NATO-Kreisen fordern u. a. eine »Eskalationsdominanz« zur Sicherung der westlichen Kultur und Lebensweise. Diese Denkweise ist nach Auffassung der IPPNW in keiner Weise geeignet, ein friedliches und zivilisiertes Zusammenleben zu fördern, sondern entspringt einer unverantwortlichen Hybris und fehlgeleiteten Allmachtsphantasien des politisch-militärisch-industriellen NATO-Komplexes.

Matthias Jochheim, Vorstandsmitglied der IPPNW: »Die westliche Kultur kann nicht durch Besetzung fremder Länder, durch Bombardierung der Bevölkerung und Einrichtung von Folterlagern wie in Irak und Afghanistan ›verteidigt‹ werden. Nur der Ausbau demokratischer Rechte und sozialer Gerechtigkeit hier bei uns sowie die friedliche Zusammenarbeit und solidarische Unterstützung gegenüber den Menschen im globalen Süden garantieren das friedliche Miteinander der Kulturen. Wir lehnen die von der NATO gewaltsam verteidigte ungerechte Wirtschaftsordnung ab, in der 20 Prozent der Menschheit in den reichen Ländern 80 Prozent der Rohstoffressourcen verbrauchen (...)«.

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