02.04.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Testfall Afghanistan

Heute beginnt der größte NATO-Gipfel der Geschichte. In den drei Tagen von Bukarest stellt sich die Frage nach der Stabilität des Militärpakts

Rainer Rupp
Unter Fanfarenklängen beginnt heute abend in der rumänischen Hauptstadt Bukarest das »größte Gipfeltreffen in der Geschichte der NATO«, wie James Appathurai stolz ankündigte. Allerdings versuchte der Bündnissprecher bereits im Vorfeld der dreitägigen Konferenz, die weithin erwarteten Schlagzeilen über Kontroversen, Uneinigkeit oder gar Spaltung der NATO zu entkräften. Das sei kein Streit; vielmehr würden die Bündnispartner so lange diskutieren, bis sie einig seien. Doch dürfte auch Appathurai wissen, daß dieses einfacher gesagt als getan ist: Der Militärpakt steht vor einer Reihe schwerer und grundsätzlicher Probleme.

Neue Gesamtstrategie

Der NATO nahestehende Experten sehen den Grund für die Malaise darin, daß zwischen den Bündnispartnern inzwischen tiefgehende Differenzen über den Zweck und die Ziele der Allianz bestehen. So fehlt es an einer gemeinsamen Strategie bezüglich einerseits der weiteren Ausdehnung der NATO, insbesondere was die Einbeziehung d...

Artikel-Länge: 5047 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe