26.03.2008 / Feuilleton / Seite 13

»Die Verbotspolitik hat versagt«

Soll der Staat Junkies reines Heroin geben? Ein Gespräch mit Dirk Schäffer von der Deutschen AIDS-Hilfe

Markus Bernhardt
Dirk Schäffer ist Referent »für Drogen und Menschen in Haft« der DAH in Berlin

Zum 1.März hat die Bundesregierung die finanzielle Förderung der Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige eingestellt. In dem Modellprojekt, an dem sieben Städte teilnahmen, wurden Süchtige, bei den alle anderen Therapien fehlgeschlagen waren, mit synthetischem Heroin (Diamorphin) versorgt. Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) befürchtet, daß mit dem Streichen der Gelder die Einstufung von Diamorphin als Medikament sowie eine Überführung von Schwerstabhängigen in die Regelbehandlung in weite Ferne rücken.

Statt dessen verhindert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gegenwärtig die Verabschiedung eines Gesetzentwurfes zur diamorphingestützten Substitutionstherapie, obwohl sich die CDU-Oberbürgermeisterin von Frankfurt/Main, Petra Roth, und die CDU-Sozialausschüsse dafür ausgesprochen haben. (jW)

Die DAH befaßt sich auch mit der Prävention von HIV-Infektionen und Hepatitis bei Drogenkonsumenten...



Artikel-Länge: 6886 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe