12.03.2008 / Ausland / Seite 2

»Das chinesische Modell ist kein Weg für Kuba«

Ein Kongreß von Wirtschaftswissenschaftlern diskutierte in Havanna über Alternativen zur neoliberalen Globalisierung. Ein Gespräch mit Elmar Altvater

Kerstin Sack, Havanna
Elmar Altvater ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft. Er nahm vom 3. bis 7. März am internationalen Kongreß »Globalisierung und Entwicklung« in Havanna teil, den 1 200 Wissenschaftler aus 55 Ländern besuchten. Darunter waren drei Nobelpreisträger.

Sie haben in Havanna am Kongreß »Globalisierung und Entwicklung« teilgenommen. Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen?

Für mich war der atmosphärische Aspekt wichtig. In Europa stünden bei einem solchen Kongreß neoliberale Positionen im Vordergrund, und das in einer relativ autistischen Sprache. Hier in Havanna hingegen fanden die Diskussionen sehr offen und in einer Sprache statt, die auch Nichtökonomen verstehen. Für mich war überraschend, daß schon beim Eröffnungsplenum Themen wie Nachhaltigkeit und Solidarität in der Ökonomie angesprochen wurden. Anders als in Europa waren die Beiträge nicht von Stichworten wie Effizienz, Wachstum und Konkurrenzfähigkeit bestimmt – vielmehr wurde be...

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