08.03.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die GDL im Nacken

Ver.di gibt sich im Tarifkonflikt bei den Berliner Verkehrsbetrieben kämpferisch. Das liegt auch am plötzlichen Erstarken der Lokführergewerkschaft in diesem Bereich

Rainer Balcerowiak
Seit Mittwoch befinden sich rund 12000 Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ihrer Billiglohn-Tochter BerlinTransport (BT) in einem unbefristeten Ausstand. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert bis zu zwölf Prozent mehr Lohn, mindestens aber 250 Euro pro Monat. Das geht deutlich über die Forderungen in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes hinaus. Und das nicht ohne Grund, denn seit einigen Monaten hat ver.di gewerkschaftliche Konkurrenz im Betrieb. Beflügelt vom forschen Auftreten der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Tarifkonflikt mit der Bahn AG und enttäuscht vom jahrelangen tarifpolitischen Kuschelkurs der ver.di-Funktionäre, der für kräftige Reallohnverluste sorgte, haben sich viele BVGler und BTler der kämpferischen Bahngewerkschaft angeschlossen.Wie viele es mittlerweile genau sind, will Gerd Rainer Giese am Freitag nicht sagen. Nur soviel: »Noch deutlich unter tausend, aber deutlich mehr als 300«. Giese, langjähriges ver.di-Mitglied und...

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