06.02.2008 / Thema / Seite 10

Eine Nachlese

Wie deutsche Zeitungen die Geschichte des 30. Januar 1933 zerrspiegelten

Kurt Pätzold
Keine deutsche Zeitung, die etwas auf sich hielt, versäumte es, am 30. Januar an den 75. Jahrestag der Errichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland zu erinnern. Freilich auch keine, die »dem Kind« einen angemessenen Namen gab. Es ereignete sich, war zu lesen, die »Aufrichtung der Schreckensherrschaft«, die Etablierung eines »Schreckenregiments«, der »Beginn des Unheils«, der »Sprung ins Dunkle«, »Deutschlands Schritt in den Abgrund« oder schlicht und aktuell der »Beginn des Unrechtsstaates«. Die Stuttgarter Zeitung überschrieb ihren Rückblick mit »Ein Versager an der Macht«.

Namhafte und Namenlose

Die einen präsentierten zum Thema umfängliche oder gar mehrere Artikel, andere publizierten Interviews. Diese griffen auf ihre Haushistoriker zurück, jene ließen Hochschullehrer der Geschichte, emeritierte und amtierende, zu Wort kommen. Zeitzeugen sollten nicht fehlen. Damen, die das zehnte Lebensjahrzehnt erreicht hatten, äußerten sich ebenso wie ...

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