29.12.2007 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Reichtum und Macht wirken lieber aus dem Stillen«

Gespräch mit Michael Hartmann. Über den Nutzen der Elitendiskussion für Eliten, soziale Auslese, Gefälligkeitsforschung und einflußreiche Zirkel

Markus Klöckner
Michael Hartmann (geb. 1952) ist Professor für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Elitenforschung, Managementsoziologie, Industrie- und Organisa­tionssoziologie

In den letzten Jahren taucht das Phänomen der »Eliten« immer wieder im öffentlichen Diskurs auf. In Talkshows ist von ihnen die Rede, in der Bildungspolitik sind Eliteuniversitäten in aller Munde, der Ruf nach Eliten, nach Spitzenleuten, die das Land vorwärtsbringen sollen, hallt immer mal wieder durch die Presse. Sie sind Elitenforscher. Was sind die Gründe für die augenscheinliche Popularität der Eliten?

Zunächst einmal war es vor einigen Jahren für die herrschenden Kreise noch recht schwierig, unverfänglich und offen den Begriff der Eliten zu verwenden, da die historische Dimension des Nationalsozialismus immer noch auch an lebenden Persönlichkeiten festgemacht werden konnte. Die Eliten in der Bundesrepublik konnten sich nicht so einfa...

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