27.12.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Gewolltes Sterben in Gaza

Israel verweigert Palästinensern Ausreise zur lebensrettenden Behandlung im Ausland. Kliniken melden Medikamentenengpässe. OP-Sälen droht Schließung

Andrea Bistrich
Mit der Forderung nach sofortigen politischen Maßnahmen im Gazastreifen ist das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in diesem Monat in bemerkenswerter Weise von seiner ansonsten politisch neutralen Haltung abgewichen. Die außergewöhnlich harten Bedingungen, die Israel der palästinensischen Bevölkerung aufzwinge, machten ein normales, menschenwürdiges Leben unmöglich, hieß es in einer Stellungnahme. »Warum fordern wir ein sofortiges politisches Eingreifen? Weil wir meinen, daß humanitäre Hilfe allein das Problem nicht lösen kann«, erklärte Béatrice Mégevand Roggo, Einsatzleiterin des IKRK im Nahen Osten. Die humanitäre Hilfe sei keine Antwort auf die Bedürfnisse der Palästinenser.

Auch die Vereinten Nationen zeigen sich alarmiert angesichts der sich zuspitzenden Lage in den besetzten Gebieten. Der Leiter des Büros der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Westbank und im Gazastreifen, Dr. Ambrogio Manenti, erklärte, daß medizinisch...

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