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14.12.2007 / Thema / Seite 10

Mit 14 Phrasen in den Krieg

1917 brachte die Veröffentlichung geheimer Staatsverträge durch die Bolschewiki die Kriegsmaschine ins Stocken. Die USA bringen den Motor durch moderne Propaganda aus dem Geist der Reklame wieder zum Laufen

Hermann Ploppa
Buchstäblich über Nacht hatten die Bolschewiki im Herbst 1917 die Macht erobert. Der Sturm auf das Petrograder Winterpalais ging so rasch vor sich, daß die entmachteten Mitglieder der Provisorischen Regierung von Alexander F. Kerenski viele wichtige, nicht für das gemeine Volk bestimmte Dokumente zurücklassen mußten. Unter diesen Dokumenten findet sich eine ganze Anzahl von Geheimverträgen, Abmachungen und Korrespondenzen, deren Veröffentlichung für die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs, Japans, Rumäniens, Italiens und für die früheren russischen Regierungen kompromittierend war.1

Leo Trotzki, einer der Revolutionsführer, pfeift auf internationale Konventionen. Er veranlaßt die ratenweise Veröffentlichung der kitzligen Dokumente in der parteieigenen Zeitung Iswestija, was sich aufgrund der Fülle des Materials über viele Monate erstreckt. Kopien überreicht Trotzki an die internationale Presse und an die Arbeiterparteien der kriegführenden Länder. A...

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