08.12.2007 / Feuilleton / Seite 12

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Gegen die alten Klischees: Wir brauchen neue! Im Berliner Haus der Kulturen der Welt wurde eine Reihe zum Nahen Osten eröffnet

Matthias Becker
Seit dem 11. September ist die Geschichte der Gewalt im Nahen Osten zur alles beherrschenden Wahrnehmungsfolie geworden.« Mit dieser Behauptung wird für die Veranstaltungsreihe »Di/Visions« geworben, die am Donnerstag im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) eröffnet wurde. Bis 13. Januar gibt es Filme, Kunstwerke und Vorträge aus Syrien, Libanon, Israel, Ägypten, Irak und Iran. Die Reihe will sich Klischees verweigern, neue Zugänge zur Region ermöglichen. Es geht um Politik und Kultur, etwa um »Ägyptens Kulturkriege« oder um »Exil und Rückkehr im israelischen und palästinensischen Diskurs«.

Der Veranstaltungsort, eine Kongreßhalle im Tiergarten, nahe dem Reichstag, ist ein Geschenk der Vereinigten Staaten. Die überantworteten das Gebäude 1957 der Stadt Berlin. Ein Geschenk mit Hintersinn. Der Bau symbolisiert in seiner ganzen Anlage jene Werte, die der Westen im Kalten Krieg für sich reklamierte: Offenheit, Toleranz, öffentlicher Raum im Dienste der D...

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