28.11.2007 / Ausland / Seite 6

Annapolis – die falsche Agenda

Die Interessen der Palästinenser werden bei Bushs Nahostkonferenz nicht vertreten

Sophia Deeg
Mustafa Barghouti, Abgeordneter im palästinensischen Parlament (für Al Mubadera, die Palästinensische Nationale Initiative), hat es immer noch nicht aufgegeben, den Palästinensern eine Stimme zu geben. Auf einer Pressekonferenz in Ramallah beschrieb er das Verhalten Israels unmittelbar vor Beginn der Nahostkonferenz in Annapolis. Es ziele darauf ab, »die palästinensische Uneinigkeit zu vertiefen, Demokratie zu verhindern, die israelischen Menschenrechtsverletzungen stillschweigend zu übergehen und dem besetzten Volk die Verantwortung für die Besatzung aufzubürden«. Er äußerte sich zutiefst skeptisch, ob Annapolis irgend etwas Positives für die Bevölkerung von Gaza bringen könnte, da die Konferenz auch auf dem Ausschluß Gazas von den Verhandlungen beruhe, während sich dort eine durch Israel herbeigeführte und »kontrollierte humanitäre Katastrophe« abspiele.

Barghouti, ein Arzt, der seit Jahren mit den Palestinian Medical Relief Committees wesen...

Artikel-Länge: 4593 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe