25.10.2007 / Feuilleton / Seite 12

Starr blicken

Aus der US-amerikanischen Gewaltgeschichte: Der Spätwestern »Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford«

Peer Schmitt
Die Geschichte Amerikas. Das A und O. »Ganz Amerika denkt gut über mich«, sagt Brat Pitt als Jesse James in Andrew Dominiks elegischem Neo-Western »Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford«. Später sagt jemand: »Es gibt wohl nur zwei Amerikaner, die in Europa namentlich bekannt sind – Mark Twain und Jesse James.«

Man befindet sich in Missouri Anfang der 1880er. Jesse James ist 34 Jahre alt und eigentlich schon so gut wie in Frührente – in einem jungen Staat mit einer Geschichte voller Gewalt und politischer Instabilität. Erst die Entscheidung, ob man der Union mit einer Verfassung gegen die Sklaverei beitreten sollte. Nach der Entscheidung dann die Niederlage auf seiten der Südstaaten im Bürgerkrieg. Von 1860 bis in die 1880er standen die USA im Zeichen einer Politik, die gemeinhin »Reconstruction Plan« genannt wird. Ziele waren Wirtschaftsförderung und die Etablierung einer einheitlichen staatlichen Autorität. Figuren wie J...

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