24.09.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Gott-König im Exil

Der Dalai Lama ist ein reaktionärer Feudalherr und gewaltbereiter Rassist. Doch im Westen wird der China-Kritiker gefeiert

Rainer Rupp
Tenzing Gyatso, so sein bürgerlicher Name, weilt wieder in Deutschland und wird bejubelt. Scheinbar alle wollen den Dalai Lama sehen, den »Botschafter des Friedens und der Toleranz«, wie er fälschlicherweise von seinen Förderern und Anhängern genannt wird. Denn der »Gott-König« – und nichts anderes bedeutet »Dalai Lama« – ist nicht der »kleine unbedeutende Mönch«, als der er sich in gespielter Bescheidenheit gerne ausgibt, sondern ein knallharter Vertreter der wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner feudalistischen Klasse. Der in der Öffentlichkeit stets mild lächelnde Dalai Lama ist kein »Friede-sei-mit-Euch«-Guru aus einem kalifornischen Aschram, auch wenn er sich selbst als »Ozean der Weisheit« bezeichnet, sondern hinter seinem ständigen Grinsen versteckt sich das eiskalte Kalkül eines rigorosen Machtpolitikers. Denn der von Angela Merkel am Sonntag im Kanzleramt empfangene 14. Dalai Lama ist nicht nur ein Feudalherr im Exil, sondern auch ei...

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