22.09.2007 / Thema / Seite 10

Gegen Besatzer und terroristische Banden

Strukturen der irakischen Befreiungsbewegung. Teil I: Ziviler und bewaffneter Widerstand

Joachim Guilliard
So schräg wie die Darstellung der irakischen Verhältnisse ist auch das Bild, das westliche Medien und Expertengruppen von den Kräften zeichnen, die sich den US-Plänen im Zweistromland entgegenstellen. Nicht nur der bewaffnete Widerstand wird pauschal als Terror diffamiert. Da das Fortbestehen der Besatzung ausgeblendet und der von den USA initiierte »politische Prozeß« als alternativloser Weg hingestellt wird, hin zu einem, wenn schon nicht demokratischen, so doch wenigstens stabilen Irak, erscheinen alle Gegner durchweg als fanatische Extremisten, als Saboteure des Friedens und der Demokratie.

Die meisten Iraker sehen hinter dem »politischen Prozeß« jedoch ganz klar die US-amerikanischen Pläne, ihr Land dauerhaft in einen abhängigen Vasallenstaat zu verwandeln, eine permanente militärische Präsenz aufzubauen und ausländischen Konzernen den Zugriff auf ihr Öl zu sichern. Die überwiegende Mehrheit lehnt, wie alle Umfragen zeigen, diese Pläne rigoros ab un...

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