12.09.2007 / Ausland / Seite 6

Leben in feindlicher Umgebung

Israelische Attacken und Menschenrechtsverletzungen gegen Zehntausende Beduinen in der Negev-Wüste

Nora Barrows-Friedman, IPS
Israelische Sicherheitskräfte haben im kleinen Beduinendorf Taweel abu Jabral im Norden der Negev-Wüste etliche Wellblechhütten dem Erdboden gleichgemacht, das Eigentum ihrer Besitzer konfisziert und die betroffenen Familien bei Tagestemperaturen von über 40 Grad Celsius sich selbst überlassen.
Nach Angaben lokaler Beobachter war die jüngste Attacke Ende August die elfte in den letzten zwei Jahren. Offenkundig sollen die Bewohner gezwungen werden, das Land ihrer Väter und Großväter aufzugeben.
Übergriffe auf Dörfer wie Taweel abu Jabral sind nicht das einzige illegale Mittel, daß der Staat Israel gegen die arabischen Beduinen im Negev einsetzt. So erhalten die Menschen, die das Nomadenleben aufgegeben haben, keine Genehmigung zum Bau fester Häuser. Die israelischen Siedlungen in der Wüste aber expandieren. Außerdem ist es den Beduinen kaum möglich, Land zu erwerben.
Diese Erfahrung hat auch Sheikh Abed Al Menm, ein Einwohner des Dorfes Amr...

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