23.08.2007 / Inland / Seite 4

Diktat aus Washington

Deutsche Banken kündigen Konten von Iranern und Syrern

Nick Brauns
Deutsche Banken ziehen sich auf Druck der US-Regierung aus dem Iran-Geschäft zurück. Nachdem die Deutsche Bank bereits im Juli die Konten aller im Iran lebenden iranischen Privat- und Firmenkunden gekündigt hatte, folgte der Vorstand der Dresdner Bank am Dienstag mit einem entsprechenden Beschluß.
»Die Dresdner Bank stellt ihre Geschäftsbeziehungen mit dem Iran, in den Iran und im Iran ein«, bestätigte Banksprecher Johannes Marten gegenüber junge Welt. Der Grund dafür liege im bürokratischen Aufwand, der bei diesen Geschäften wegen administrativer Auflagen entsteht. Gemeint sind die auf Wunsch der USA vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen aufgrund des iranischen Atomprogramms beschlossenen Embargomaßnahmen gegen den Iran.
Daß es sich bei dem Rückzug aus dem Iran-Geschäft nicht nur um betriebswirtschaftliche Erwägungen handelt, vermutet dagegen die Financial Times Deutschland. »Informierten Kreisen zufolge« hätten US-Offizi...

Artikel-Länge: 2910 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe