21.08.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

»Auch Schäuble sollte die Verfassung achten«

Todesschüsse auf potientelle Terroristen gefordert, Tornado-Jets und Bundeswehrpanzer gegen Demonstranten eingesetzt – der Bundesinnenminister verläßt immer häufiger den Boden des Grundgesetzes. Ein Gespräch mit GdP-Chef Konrad Freiberg

Markus Bernhardt
Konrad Freiberg ist Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP)

In der vergangenen Woche wurden drei deutsche Polizeibeamte bei einem Anschlag in Afghanistan getötet. Was haben deutsche Polizisten am Hindukusch zu suchen?

Sie haben unter anderem die Aufgabe, das deutsche Konsulat und den deutschen Botschafter dort zu schützen. Das ist weltweit die Aufgabe der Polizei. Speziell in Afghanistan haben wir zudem die Aufgabe, beim Aufbau der dortigen Polizei zu helfen.

Halten Sie es politisch für richtig, daß deutsche Polizisten fernab des Objektschutzes in Afghanistan tätig sind?

Grundsätzlich ja. Der Einsatz in Afghanistan kann jedoch nur einen bestimmten Umfang haben, weil wir nicht dazu in der Lage sind, größere Kontingente zur Verfügung zu stellen. Um es jedoch klar zu sagen: Wir wollen dort polizeiliche Aufgaben wahrnehmen und sind nicht Teil einer Bürgerkriegspartei.

Sehen Sie nicht die Gefahr, daß es durch derartige Einsätze ...

Artikel-Länge: 9987 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe