18.08.2007 / Titel / Seite 1

Abschiebung ins Hartzlager

Ralf Wurzbacher
Sein Vorhaben ließ Gubens Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) die Betroffenen vor einer Woche wissen, dann rauschte er ab in den Urlaub. Bis Ende September sollen 30 sozial bedürftige Familien der Kleinstadt in Südbrandenburg ihre Wohnungen in einem Plattenbau räumen und in ein heruntergekommenes ehemaliges Asylbewerberheim am Ortsrand umgesiedelt werden. Die Stadtverwaltung versteht die zugewiesene Unterkunft als ein »Angebot« an Mietschuldner, in der Kürze der Zeit ein »neues« Dach über den Kopf zu bekommen. Kerstin Kircheis, SPD-Abgeordnete im Potsdamer Landtag und Vorsitzende des Gubener Mietervereins, spricht dagegen von »Schikane« und einem »beispiellosen Fall im Umgang mit ALG-II-Empfängern«.

Wie die Berliner Zeitung am Freitag berichtete, handelt es sich bei den meisten Betroffenen um Familien mit Kindern, die Mietschulden zu begleichen haben. Sie alle hätten deshalb vor Jahren ihre Wohnungen verlassen müssen und Nutzungsverträge für Wohnraum i...

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