08.08.2007 / Thema / Seite 10

Klassenziel bewahrt

Die friedliche Koexistenz in der sozialistischen Außenpolitik. Die Vernichtung des Klassengegners blieb dem Kapital oberstes Ziel der Entspannungspolitik. Das sozialistische Staatensystem machte zunehmend Kompromisse (Teil II und Schluß)

Renate Münder
Auf der internationalen Beratung der kommunistischen Parteien der sozialistischen Länder in Moskau 1960 kam es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen der Kommunistischen Partei Chinas und der Partei der Arbeit Albaniens auf der einen und der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) auf der anderen Seite. Erstere warfen besonders dem russischen Regierungschef Nikita Chrusch­tschow ein revisionistisches Hintergehen marxistisch-leninistischer Prinzipien vor. Einige andere Parteien wie die Vietnams, Nordkoreas und Indonesiens unterstützten die Positionen Chinas und Albaniens, weitere, wie die kommunistischen Parteien Lateinamerikas, stimmten ihnen in Teilfragen zu.

Auch nach der Beratung ging die Auseinandersetzung weiter. Der Abzug technischer Hilfe aus Albanien und der VR China seitens der UdSSR verschärfte sie. Die KP Chinas faßte schließlich im Jahr 1963 ihren Standpunkt im »Vorschlag zur Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung...

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