12.07.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Der erste Juli nach dem »Juli-Krieg«

Zerstörte Infrastruktur Libanons nur zum Teil wiederaufgebaut. Hunderttausende Streubomben bleiben Bedrohung für die Bevölkerung

Andrea Bistrich
Auch ein Jahr nach der militärischen Auseinandersetzung zwischen Hisbollah-Kämpfern und der israelischen Armee erholt sich der Libanon nur langsam. Die Spuren des »Juli-Kriegs«, wie ihn die Libanesen nennen, sind im ganzen Land allgegenwärtig: Nur ein Teil der von israelischen F-16-Bombern zerstörten Infrastruktur konnte bisher wieder aufgebaut werden. Nach Angaben der Regierung in Beirut sind bei den Angriffen 91 der 150 Brücken des Landes zerstört worden. Auf diese Weise hatte Israel im letzten Sommer versucht, die Versorgungswege der Hisbollah abzuschneiden. 51 Brücken sind bis zum heutigen Tag wieder aufgebaut worden. Am heutigen Donnerstag, also genau ein Jahr nach Beginn des Krieges, wird in einer feierlichen Zeremonie die große Awali-Autobahnbrücke bei Sidon eröffnet, die den Süden des Landes mit der Hauptstadt verbindet. »Damit zeigen wir, daß wir Libanesen niemals kapitulieren werden«, erklärt die Parlamentsabgeordnete Bahia Hariri, Schwester des...

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