12.07.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Übung für nächsten Krieg

Scharfe Drohsignale Richtung Damaskus: Ein Jahr nach dem Libanon-Feldzug bereitet sich Israel auf einen neuen Waffengang vor. Ausrüstung der Armee verbessert

Knut Mellenthin
Auf den seit 1967 besetzten syrischen Golan-Höhen proben Israels Streitkräfte für den nächsten Krieg. In der ersten Juli-Woche fand dort das größte Manöver der letzten Jahre statt. Geübt wurde vor allem der verbundene Einsatz von Panzern und Infanterie gegen Gegner, die über wirkungsvolle Panzerabwehrraketen verfügen. »Wir trainieren für jedes mögliche Szenario: Syrien, Hisbollah, Hamas im Gaza-Streifen und Terrororganisationen in der Westbank«, zitierte die israelische Tageszeitung Haaretz am 5. Juli einen Offizier.

Die Golan-Höhen sind seit dem 34tägigen Libanon-Krieg vom Juli und August 2006 zum wichtigsten Manövergebiet der israelischen Streitkräfte geworden. Im Vordergrund stehen dabei Reserveübungen. Deren Zahl und Umfang hat in den vergangenen zwölf Monaten »dramatisch zugenommen«, wie Haaretz schreibt. Denn die mangelnde Ausbildung, Erfahrung und Motivation der Reservisten, die einen entscheidenden Faktor der israelischen Armee bilden, ...

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