06.07.2007 / Ausland / Seite 7

Gezielte Desinformationen

Konflikt USA–Iran: Wie vor dem Irak-Krieg werden Lügen gestreut

Knut Mellenthin
Wer erinnert sich noch an Judith Miller? Einst eine Star-Journalistin der New York Times. Dann, im Oktober 2005, von der Chefredaktion der renommiertesten Tageszeitung der USA als Sündenbock geopfert. Miller hatte, völlig im Einklang mit der Linie des Hauses, in den Jahren 2001 und 2002 ihren Namen unter unseriöse Artikel gesetzt, die mit falschen Anschuldigen Kriegsstimmung gegen Irak schüren sollten – Stichwort »Massenvernichtungswaffen«. Die Desinformationen, für die Miller sich auf anonyme oder äußerst fragwürdige Quellen berief, stammten zumeist aus neokonservativen Gerüchtefabriken im Pentagon.

Judith Miller hatte einen Ko-Autor, Michael R. Gordon. Dessen Namen liest man jetzt immer öfter unter hervorragend plazierten Artikeln der New York Times. So zuletzt am Montag auf der Titelseite. Wieder geht es um die Erzeugung von Kriegshysterie, diesmal gegen den Iran. Thema des Aufmachers am 2. Juli war eine Pressekonferenz von Brigadegeneral Kevin J. Bergn...

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