16.06.2007 / Ausland / Seite 7

An die Wand gefahren

Scharfe Kritik an USA und Israel in Geheimbericht des UN-Nahostgesandten

Rainer Rupp
Der kürzlich aus seinem Amt geschiedene Nahostgesandte der Vereinten Nationen, Alvaro de Soto, hat den USA und Israel eine Mitverantwortung für das Chaos in den Palästinensergebieten zugewiesen. Das geht aus seinem persönlichen und »vertraulich« gestempelten Abschlußbericht hervor, den er bereits Anfang Mai für einen kleinen Kreis von UNO-Spitzenbeamten angefertigt hatte und der Mitte dieser Woche der britischen Zeitung The Guardian zugespielt worden ist. Insbesondere die USA – so der Bericht – hätten mit ihrem Druck die Vereinten Nationen mit ihrer Rolle als unparteiischer Vermittler »in die Unterwerfung geprügelt«. Zugleich verurteilt de Soto das israelische Regime, weil es Friedensverhandlungen durch »unerfüllbare Vorbedingungen« unmöglich gemacht habe. Seine Schlußfolgerung: Die von den USA und der Europäischen Union geforderten Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern seien wie die Bemühungen des sogenannten Nahostquartetts – USA, EU, Rußla...

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