12.06.2007 / Ausland / Seite 6

Ein vergiftetes Angebot

Syrien geht auf Distanz zu angeblichen Verhandlungen mit Israel

Knut Mellenthin
Die US-Regierung hat sich am Wochenende erneut öffentlich gegen israelisch-syrische Friedensverhandlungen ausgesprochen. Tom Casey, Sprecher des Außenministeriums, sagte, Syrien habe »bisher keinen der positiven Schritte unternommen, die wir von ihm erwarten«. Er nannte in diesem Zusammenhang den Libanon, die Unterstützung palästinensischer Gruppen in den besetzten Gebieten und die Situation an der syrisch-irakischen Grenze.

Außenministerin Condoleezza Rice hatte die israelische Regierung schon Ende Mai in scharfer Form davor gewarnt, direkte Gespräche mit Syrien zu führen. »Meinem Verständnis nach ist es die Sicht der Israelis, und sicher auch unsere, daß die Syrer derzeit ein Verhalten an den Tag legen, das die Region destabilisiert.«

Zahlreiche Berichte deuteten schon im vorigen Jahr darauf hin, daß die US-Regierung nicht nur Israels Libanon-Krieg angeheizt hatte, sondern eine Ausweitung auf Syrien nicht ungern gesehen hätte.

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