01.06.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

USA fördern Bürgerkrieg

Rußland kritisiert Waffenhilfe an Libanon. Journalist Seymour Hersh: Islamistische Gruppe Fatah Al Islam wird von Washington indirekt ausgerüstet

Norman Griebel und Rüdiger Göbel
Washingtons Waffenlieferungen an die prowestliche libanenische Regierung haben beim jüngsten G-8-Außenministertreffen fast zum Eklat geführt. Rußlands Außenamtschef Sergej Lawrow kritisierte am Mittwoch abend in Potsdam vor dem Hintergrund der jüngsten Kämpfe in dem Zedernland die milliardenteure Militärhilfe an Beirut. Die Lieferstaaten wüßten genau, so Lawrow, was zur Destabilisierung der Lage beitrage. Seine amerikanische Amtskollegin Condo­leezza Rice wies die Vorwürfe zurück, konterte, die Lieferungen – auch von Frankreich – unterstützten lediglich die libanesische Armee. Diese könne so ihrem Auftrag nachkommen, die Grenzen des Libanons zu verteidigen und in den von der Hisbollah beherrschten Süden des Zedernlandes vorzudringen. Die Waffenhilfe diene nicht dazu, von außen etwas anstelle der libanesischen Institutionen zu erreichen.

Schön gelogen, Frau Rice. Der Reporter Seymour Hersh hatte bereits im März im New Yorker berichtet, die US-R...

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