26.05.2007 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Der Koran verbietet Angriffe«

Gespräch mit Karen Armstrong. Über religiösen Fundamentalismus und moderne Kultur, über Selbstmordattentate als Mittel im Kampf gegen die Okkupation und die begrenzte Sicht der ­neokonservativen Hardliner in Washington

Andrea Bistrich
Karen Armstrong war sieben Jahre lang ­katholische Nonne, bevor sie ihren Orden verließ und nach Oxford ging. Heute zählt sie zu den renommiertesten Reli­gionswissenschaftlern und hat zahlreiche Bestseller zu den großen Religionen und ihren Stiftern verfaßt. Armstrong ist Mitglied der 18köpfigen »Allianz der Zivilisa­tionen«, einer Initiative des früheren UN-Generalsekretärs ­Kofi Annan zur Be­kämpfung von Extremismus und zur Förderung des Dialogs zwischen der westlichen und der muslimischen Welt.

Die Anschläge vom 11. September 2001 sind vielen zum Symbol eines heftigen Kampfes zwischen dem Islam und dem Westen geworden. Viele Amerikaner fragten damals: »Warum haßt ihr uns?« Und in Expertenrunden wurde heftig diskutiert, ob der Islam grundsätzlich gewaltbereiter sei als andere Religionen. Ist er das?

Ganz gewiß nicht. Es gibt mehr Gewalt in der Bibel als im Koran. Die Vorstellung, der Islam sei mit dem Schwert verbreitet worden, ist eine w...

Artikel-Länge: 14580 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe