11.04.2007 / Titel / Seite 1

Teheran im Fokus

Knut Mellenthin
Mit Vorwürfen und Drohungen haben die Regierungen der USA und von EU-Staaten auf die am Montag bekanntgegebenen Fortschritte des zivilen iranischen Atomprogramms reagiert. Der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, Sean McCormack, wertete die Ausweitung der Arbeiten in der Urananreicherungsanlage von Natanz als Beweis für Atomwaffenpläne. Das zeige die Berechtigung und Notwendigkeit der vom UN-Sicherheitsrat verhängten wirtschaftlichen Strafmaßnahmen, sagte McCormack. Das deutsche Außenministerium äußerte sich »besorgt« über die iranischen Ankündigungen und kritisierte, diese gingen »definitiv in die falsche Richtung«.

Im Gegensatz zum Eindruck, der in westlichen Medien erzeugt wurde, hielt sich die russische Regierung mit einer Bewertung demonstrativ zurück. Die vielzitierte Aussage, Irans Vorgehen sei »eine direkte Herausforderung der Weltgemeinschaft« und zeuge von Teherans fehlender Kompromißbereitschaft, stammt von Konstantin Kossatschow, dem ...

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