27.03.2007 / Thema / Seite 10

China macht Dampf

Die Volksrepublik wird von Deutschland und den USA gern als Klimakiller bezeichnet. Fakten und die nun angegangene Renovierung der Energiewirtschaft widerlegen die Verbalattacke

Wolfgang Pomrehn
Knapp 30 Jahre nach den ersten detaillierten Warnungen von Wissenschaftlern und 28 Jahre nach der ersten internationalen Klimakonferenz in Genf ist nun das Problem in aller Munde. Das globale Klima erwärmt sich. Wenn nicht einschneidende Veränderungen in der energetischen Grundlage der Weltwirtschaft vorgenommen werden, wird der Klimawandel innerhalb der nächsten zwei Generationen katastrophale Ausmaße annehmen.

Überall erkennt man die Dringlichkeit inzwischen, außer vielleicht im Weißen Haus in Washington oder in den Konzernzentralen der Energiekonzerne. Globale Meinungsumfragen zeigen, daß in den meisten Ländern die Sorge in der Bevölkerung groß ist. Dennoch hat ein seit Jahren beliebtes Spiel in der Klimaschutzdebatte keineswegs aufgehört: Besonders die Industrie, aber auch viele Politiker diesseits wie jenseits des Atlantiks zeigen gern bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit dem Finger auf die großen Schwellenländer. Indien und China müssen mitziehen...

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