24.02.2007 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Am 11. September gab es einen Staatsstreich«

Gespräch mit Gore Vidal. Über die imperiale Politik der USA, Wahlfälschung, den Einfluß der Exil-Kubaner auf die Politik Washingtons und die Morde an den Brüdern Kennedy

Rosa Miriam Elizalde, Juventud Rebelde
Gore Vidal (geb. 1925) ist einer der vielseitigsten Autoren der USA. Er verfaßte rund 20 Romane und 12 Bände mit Essays, Drehbüchern und Reden. Das Interview mit ihm erschien am 17. Dezember in der kubanischen Tageszeitung Juventud Rebelde

Wie kam es zum Erwachen des antiimperialistischen Bewußtseins von Gore Vidal?

Offen gestanden hatte ich geglaubt, daß unsere expansionistischen Bestrebungen im Jahre 1898 (nach dem Krieg USA gegen Spanien, d. Red.) zu Ende waren. Später gingen wir als Sieger aus dem Zweiten Weltkrieg hervor, hatten Deutschland und Japan erobert. Wir besetzten beide Länder, wobei jedes eine Welt für sich war und nicht nur eine Nation, und waren die Herren des ersten globalen Imperiums. Das verdankten wir dem zweiten imperialen Roosevelt, nämlich Franklin Delano, der genau wußte, was er tat. Er wollte den europäischen Kolonialismus zerstören, wo immer er auch anzutreffen war. Als Ausgleich für ihre »Bemühungen«, sollten di...

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