13.02.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

32000 iranische Agenten im Irak. Wer bietet mehr?

André Brie und die »Freunde des Freien Iran«. Europaparlamentarier versuchen, US-Propaganda gegen Teheran zu toppen

Knut Mellenthin
Passend zum Befehl von US-Präsident George W. Bush, »iranische Agenten« im Irak tot oder lebendig zur Strecke zu bringen, wendet sich eine breite Allianz von Europa-Abgeordneten mit einer düsteren Beschreibung an die Öffentlichkeit: »Iranische Revolutionsgarden treiben sich ungehindert im Irak herum, schüren den Aufstand, töten alliierte Truppen und ermorden zahllose unschuldige Zivilisten.«

Ganz so weit gehen im Moment nicht einmal Bush und seine Regierungsmannschaft. Sie sprechen zwar von iranischen Waffenlieferungen an schiitische Milizen, sind aber mit Behauptungen über eigene Aktivitäten Teherans im besetzten Irak zurückhaltend.

Wer sind die sogenannten »Freunde des Freien Iran« im Europaparlament, die an Anschuldigungen noch geringere Ansprüche stellen als die amerikanische Regierung? Etwa die Hälfte von ihnen gehören der EPP-ED (Group of the European People’s Party and European Democrats) an, der Fraktion der Konservativen und...

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