13.02.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Komplott gegen Teheran

US-Präsident Bush sucht Ausweg aus Irak-Desaster. Washington intensiviert propagandistische Vorbereitungen für Krieg gegen Iran. Medien spielen mit

Rainer Rupp
Wenn es nach den US-Medien geht, dann sind die Morde mittels 500- oder 1000-Kilo-Bomben, welche die US-Luftwaffe auf mutmaßliche »Terroristenhäuser« in irakischen Städten und Dörfer wirft, zu vernachlässigen. Jedenfalls im Vergleich zu dem, was der »Schurkenstaat« Iran an die »Feinde Amerikas« liefert. »Die tödlichste Bombe im Irak wird in Iran hergestellt«, titelte z.B. die New York Times am Samstag. Der Bericht erschien in Vorbereitung auf eine Präsentation in Bagdad, bei der am Sonntag US-Geheimdienstexperten behaupteten, Teheran liefere moderne Waffen an schiitische Milizen im Irak, die damit US-Soldaten töten würden. Es war ein Echo auf die gleichlautenden Vorwürfe, mit denen US-Präsident George W. Bush bereits vor elf Monaten begonnen und die er zuletzt in der vergangenen Woche wiederholt hatte.

Der Vorstellung der Geheimdienstler in Bagdad war zwecks Stärkung der Glaubwürdigkeit ein Eiertanz auf höchster Ebene vorausgegangen. Die gerade...

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